Das richtige Schleifen von Furnier und die Wahl der passenden Oberflächenbehandlung bestimmen maßgeblich das Erscheinungsbild und die Haltbarkeit Ihres Projekts. Eine hochwertige Oberflächenbehandlung schützt das Holz vor Feuchtigkeit, Schmutz und Abnutzung und sorgt gleichzeitig dafür, dass die natürliche Holzzeichnung optimal zur Geltung kommt.
Nachdem der Klebstoff vollständig ausgehärtet ist, sollte das Furnier besäumt, das Fugenband entfernt, die Oberfläche geschliffen und anschließend die gewünschte Oberflächenbehandlung aufgetragen werden.
Beim Besäumen des Furniers ist es wichtig, die Werkbank sauber zu halten. Legen Sie das Werkstück mit der furnierten Seite nach unten auf die Werkbank und schneiden Sie das überstehende Furnier mit einem scharfen Messer in einem flachen Winkel ab.
Furnierklebeband kann leicht entfernt werden, indem es zunächst mit einem Tuch oder Schwamm angefeuchtet wird. Dadurch löst sich der Kleber und das Band lässt sich einfacher mit einem Spachtel oder Stechbeitel entfernen.
Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, die Oberfläche auf mögliche Mängel zu überprüfen. Durch leichtes Anfeuchten des Werkstücks lassen sich eventuelle Blasen oder lose Stellen erkennen. Diese sollten vor dem weiteren Bearbeiten repariert werden. Befeuchten Sie dabei Vorder- und Rückseite gleichzeitig, damit sich das Werkstück nicht verzieht. Lassen Sie es anschließend etwa 20 Minuten trocknen, damit sich mögliche Blasen deutlich zeigen.
Beim Reparieren von Blasen muss neuer Klebstoff unter das Furnier eingebracht werden. Schneiden Sie die Blase mit einem scharfen Messer in einem flachen Winkel auf, sodass die Schnittlinie später möglichst unsichtbar bleibt. Drücken Sie die Blase vorsichtig auf, bis genügend Platz vorhanden ist, um den Klebstoff einzubringen. Anschließend muss die reparierte Stelle unter Druck gepresst werden, beispielsweise mit einem Bügeleisen, Schraubzwingen oder durch erneutes Einlegen in eine Presse.
Das Schleifen des Furniers ist ein entscheidender Schritt vor dem Lackieren oder Ölen. Wenn Sie eine wasserbasierte Oberflächenbehandlung verwenden möchten, empfiehlt es sich, die Holzfasern aufzurichten. Verwenden Sie Schleifpapier, das keine sichtbaren Schleifspuren hinterlässt, und arbeiten Sie sich von grober zu feiner Körnung vor. Schleifen Sie stets in Faserrichtung des Holzes. Für viele Projekte ist eine Körnung von 240 ausreichend, bevor die Oberflächenbehandlung aufgetragen wird. Je nach Anwendung kann anschließend feiner geschliffen oder direkt weitergearbeitet werden.
Es ist wichtig, nach dem Furnieren nicht zu früh mit der Oberflächenbehandlung zu beginnen. Der Klebstoff muss vollständig getrocknet sein, um Schäden an der Beschichtung zu vermeiden. Die Wahl des Lacks sollte zudem auf den verwendeten Klebstoff abgestimmt sein, da manche Lösungsmittel sowohl den Lack als auch den Leim beeinflussen können. So eignet sich beispielsweise Celluloselack nicht für Kontaktkleber, und wasserbasierte Lacke sind nicht immer mit warm aktivierten Klebstoffen kompatibel.
Jeder Lack, jedes Öl oder jede Beize, die für Massivholz geeignet ist, kann auch auf Furnier verwendet werden.
Die Oberflächenbehandlung furnierter Flächen ist grundsätzlich mit der von Massivholz vergleichbar. Einige Produkte eignen sich jedoch besser als andere. Penetrierende Öle sind beispielsweise weniger wirksam, da sie nicht tief genug in das Furnier eindringen können. Nicht penetrierende Beschichtungen wie Lack, Firnis und Schellack sind besser geeignet. Diese Oberflächenbehandlungen sollten ausreichend widerstandsfähig sein, um das Furnier dauerhaft zu schützen.